Sonntag, 7. Oktober 2018

Das Sexpuppen Bordell in Freiberg am Neckar

Das ist ja ein Ding: In Freiberg am Neckar in Baden-Württemberg gibt es ein ganz besonderes Bordell. Hier schaffen nicht Huren an, sondern Sexpuppen aus Silikon. 

Was vor rund zwei Jahren in Barcelona begann ist nach dem „BorDoll“ in Dortmund nun also auch in Süddeutschland angekommen. 


Diese Blondine ist als Sexpuppe tätig.

Das Sexpuppen-Bordell der Schwaben


Immerhin: Die Silikon-Puppen werden mit Liebe und einem genauen Auge für Details angefertigt. Manche Kunden, so heißt es, seien eben so einsam, dass sie zumindest eine Puppe um sich haben möchten. Das sei gefährlich, halten manche Frauen dagegen. Denn auf diese Weise würden Freier verlernen, auf Frauen einzugehen, Rücksicht zu nehmen und menschlich zu interagieren. Rücksicht müssen sie bei einer Puppe nicht nehmen – und dieses Verhalten würde sich dann auch auf Frauen übertragen. 

Sachen gibt’s! Ich denke, jeder soll sich so ausleben, wie er es möchte. Sexpuppen sind ganz sicher nicht „the real experience“, insofern glaube ich nicht, dass wir Frauen irgendwann von einer Sexpuppe ersetzt werden können ;-) 

Dieses Video von der Badische Zeitung (BZ) verrät mehr über die Damen:


Mittwoch, 26. September 2018

Prostitutionsschutzgesetz 2018 in Berlin: ein Desaster

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Von geschätzten 8.000 Sexarbeiter/innen in Berlin haben sich nur rund 2.100 von ihnen bei den Behörden gemäß des neuen Prostitutionsschutzgesetzes angemeldet. 
Von den geschätzten 600 Bordellen in Berlin haben sich rund 160 Betriebe registriert. Stand: Juli 2018. Mit anderen Worten:  Das Gesetz funktioniert nicht, wird nicht angenommen und bereitet allen Beteiligten Kopfzerbrechen und Probleme. Bravo, gut gemacht, liebe Manuela Schwesig (SPD). Als Bundesfrauenministerin hatte Schwesig den Gesetzentwurf immer wieder weiter verschärft. Jetzt sieht man, was das Ganze gebracht hat: nur Ärger. Die Frauen, die man mit dem Gesetz schützen wollte, erreicht man nicht. Und man treibt sie sogar noch in die Anonymität, in die Illegalität, ins Aus. 

Vorläufige Zulassungen und keine Gesundheitsberatung

Doch selbst dann, wenn eine Sexarbeiterin sich registrieren möchte und bereit ist, ihre Daten zu offenbaren, hat sie Probleme: Denn im zuständigen Bezirksamt fehlt weiterhin Personal. Wer aufs Amt geht, bekommt dort nur eine vorläufige Zulassung, die bis Oktober 2018 befristet ist. Die gesetzlich vorgeschriebene Gesundheitsberatung entfällt einfach. 
Das Team, das sich um ganz Berlin kümmern soll, hat auch Mitte 2018 noch keine Büroräume. Zuständig für Berlin ist das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Dort ist man skeptisch, dass schnell eine Entspannung eintreten wird. Wie man hört, kann es gut und gerne noch bis Mai 2019 dauert, bis die Prozesse halbwegs laufen.
Berlin ist keine Ausnahme. Das Gesetz ist in ganz Deutschland ein Desaster. Es war vielleicht gut gemeint, ist aber schlecht gemacht. 

Dienstag, 11. September 2018

Sklavin Usagi aus dem Studio Avalon im Interview


Wie denken und fühlen devot veranlagte Frauen? In einer Folge von Gesprächen unterhalte ich mich mit interessanten Frauen, die gern in die Rolle der Sub, Sklavin oder O schlüpfen.


Folge 5: Sklavin Usagi
Sklavin Usagi

10 Fragen an Sklavin Usagi.


Usagi ist im Berliner Studio Avalon als Sklavin tätig. Im Interview verrät sie uns mehr von sich.



FRAGE EINS

Usagi ist ein interessanter Name. Ich habe gegoogelt, dass „Usagi“ japanisch ist und „Hase“ bedeutet. Wie kamst du auf den Namen und was verbindest du damit?

Usagi: der Name ist aus meiner damaligen Lieblings Anime Serie aus den 90ern – Sailor Moon! Usagi war in der Serie zu Anfang ein kleines verträumtes und tollpatschiges Schulmädchen, das immer verschlafen hat. Ich habe mich ein bisschen in ihr wiedererkannt. Ihr Markenzeichen waren ihre auffälligen Odangos auf dem Kopf. Sie sahen aus wie Hasenohren. Für mich passt „Hase“ als Ropebunny oder Petplayerin auch deswegen sehr gut zu mir.🐰



FRAGE ZWEI

Sub, Sklavin, O, Zofe, Bizarrgirl, Switch, devot, maso – wie würdest du dich einordnen?

Usagi: In meinem Buisness gehört wohl alles mehr oder weniger dazu und das ist toll so. Man lernt sich immer wieder neu zu erfinden ohne sich zu verlieren. Ich selber würde mich aber größtenteils als Sub und Maso einordnen.
 
 
Sklavin Usagi


"Jeder Tag ist anders, spannend und bizarr." – Sklavin Usagi


FRAGE DREI

Wie kommt es, dass du in einem Dominastudio arbeitest?

Usagi: Ich liebe unkonventionelle und kreative Arbeit. Jeder Tag ist anders, spannend und bizarr. Man lernt so viele unterschiedliche Menschen kennen, die ich hoffentlich glücklich mache oder zumindest eine tolle Zeit bescheren kann. Außerdem lerne ich auch von den verschiedenen Frauen, insbesondere Dominas, immer wieder neue Techniken kennen. Sei es in der Klinik oder im schwarzen Bereich. Das wäre bei einer reinen Escort-Agentur nicht möglich. Zu mal in einem Hotel die Möglichkeiten auch gar nicht gegeben sind.




FRAGE VIER

Du bist Mittwochs und Samstags im Berliner Studio Avalon erreichbar. Was machst du an den anderen Tagen?

Usagi: Nur Mittwochs. Ab und an bin ich auch auf Terminwunsch an anderen Tag dort. Dann biete ich meinen Service auch als Escort an. Ich habe meinen gut ausgestatteten SM-Koffer immer dabei. Auch als Gastsub in anderen Studios habe ich mich schon rumgetrieben. Arbeit gibt es schönerweise fast überall. Langweillig wird es da nie.




FRAGE FÜNF

Wir backen uns den Traumdom. Welche Zutaten müsste er haben?

Usagi:  Tja, da bin ich überfragt. Privat habe ich kaum Zeit für Liebschaften. Aber das habe ich mir auch so ausgesucht - falls die Frage an mein Privatleben gerichtet ist. Es ist grade alles Perfekt so wie es ist.


 
Sklavin Usagi


FRAGE SECHS

Die Gesellschaft feiert unabhängige, starke Frauen. Fast scheint es, als müssten wir jetzt alle Superheldinnen sein, die erfolgreich und selbstbewusst durchs Leben gehen. Wie fühlst du dich damit?

Usagi: Das ist ok. Ich fühle mich grade durch meine Tätigkeit erfolgreich, unabhängig und selbstbewusst. Ich darf und KANN mir selbst aussuchen, wann und wo ich arbeiten möchte – was gibt es Schöneres? Ich möchte auch in Zukunft immer selbständig bleiben. Auch wenn ich mich irgendwann von der SM-Szene verabschieden muss.





FRAGE SIEBEN

Hast du einen Tipp für Doms, wie sie die Sessions besser gestalten können?

Usagi: Es ist hilfreich, wenn der Gegenüber auch die „andere" Seite zumindest mal ausprobiert hat. Und außerdem ist jeder Mensch doch unterschiedlich. In einem guten Vorgespräch sollten die Do‘s and Dont's besprochen und eingehalten werden, wenn es zu einer Session kommt.


"Verantwortung abgeben und geschehen lassen" – Sklavin Usagi



FRAGE ACHT

Vervollständige bitte den Satz: SM ist für mich…

Usagi:... Verantwortung abgeben und geschehen lassen.




FRAGE NEUN

Hast du einen Tipp, wie man so gertenschlank bleiben kann wie du?

Usagi: Nein, eigentlich nicht. Ich bin nicht die größte Sportskanone. Zum Krafttraining muss ich mich leider immer viel zu sehr zwingen. Genauso wie bei der „gesunden Ernährung". Mal klappt es besser, mal nicht.




FRAGE ZEHN

Was machst du in deiner Freizeit?

Usagi: Ich Liebe Real Escape Games! Mittlerweile habe ich um die 20 gespielt. Die meisten in Berlin und in meiner Heimat. Es werden noch viele folgen. Rätsel lösen in verschiedenen Missionen mit Freunden – das ist Abendteuer und Nervenkitzel. Geocaching ist auch ein beliebter Freizeitvertreib von mir. Eine Moderne GPS-Schnitzeljagd macht viel Spaß ;-)




Vielen Dank für Deine Antworten.

Hier geht es zu Usagi auf der Website des Studios Avalon in Berlin.
   

Freitag, 24. August 2018

Noch Escort / Callgirl? – Leider nein

Heute bekam ich eine E-Mail von einem Leser, mit dem ich schon länger in Kontakt bin. Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn der Leser hat eine super-tolle Bewertung meines Buchs auf Amazon hinterlassen. Hurra!

Er schien jedoch etwas verwirrt, was die Frage angeht, ob ich noch als Escort / Callgirl tätig bin. Die Aussagen im Buch schienen ihm widersprüchlich. 



Seit der neuen Gesetzgebung bin ich nicht mehr als Escort / Callgirl tätig, sorry


Hier meine Antwort: 
"Ich schreibe die Buchteile immer entsprechend der Zeit, zu der sie stattfinden.
Nach der Abschiedssession war ich erstmal nicht als Escort tätig.
Dann hatte ich – wie in Teil 9 beschrieben – Sehnsucht danach und habe
es an den Wochenenden gemacht, als Independent Escort, ohne Agentur.
Später kam leider dieses doofe neue Prostitutionsgesetz raus, da konnte ich nicht mehr mitgehen, also bin ich seitdem nicht mehr als Escort tätig, obwohl ich gar nicht aufhören wollte/das nicht geplant habe. So ist das."

Schade, denn wenn es das neue Gesetz nicht gegeben hätte, wäre ich wahrscheinlich noch dabei und buchbar ;-)

Herzlich,
jO

Montag, 13. August 2018

Traumtänzerin Tara im Interview

Wie denken und fühlen devot veranlagte Frauen? In einer Folge von Gesprächen unterhalte ich mich mit interessanten Frauen, die gern in die Rolle der Sub, Sklavin oder O schlüpfen.


Folge 4: Traumtänzerin Tara


Traumtänzerin Tara

10 Fragen an Traumtänzerin Tara.


Traumtänzerin Tara ist im Berliner Studio Lux als Sklavin tätig. Im Interview verrät sie uns mehr von sich.



FRAGE EINS

jO: Du nennst Dich Traumtänzerin Tara, welchen Hintergrund hat das?

Traumtänzerin Tara: Ich gebrauchte schon den Namen "Wunscherfüllerin für Menschen mit besonderen Vorlieben". Ich überlegte ob es ein hübsches Wort dafür mit meinem Anfangsbuchstaben gäbe und kam dann auf Träumeerfüllerin-->Traumtänzerin. Nun tanze ich also durch die Träume meine Gäste und meiner eigenen und habe einen sinnlich klingenden Namen. Ich mag das sehr.


FRAGE ZWEI

jO: Sub, Sklavin, O, Zofe, Bizarrgirl, Switch, devot, maso – wie würdest du dich einordnen?

Traumtänzerin Tara: Das ist eine schwierige Frage, da jedes Spiel sehr unterschiedlich ist. Manchmal bin ich nur eine devote Rollenspielerin. Manchmal die sehr devote Sklavin oder Zofe, manchmal das kleine Miststück oder der Wildfang, welches erst davon überzeugt werden möchte, dass es sich lohnt, gehorsam zu sein. Als masochistisch würde ich mich eher nicht bezeichnen, wobei ich mit den richtigen Schlagwerkzeugen auch da eher gegenteilig bin.


FRAGE DREI

jO: Wie kommt es, dass du in einem SM-Studio arbeitest?

Traumtänzerin Tara: Ich hatte damals als ich anfing einen Partner, der sehr viel weniger Lust auf Sex und Sessions hatte als ich. Er schlug mir dann vor es mal in einem SM-Studio zu probieren, da er bereits Freund_innen kannte, die als Sexarbeiter arbeiteten. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er mich dahingehend unterstützte.

"Ich möchte ja auch Spaß an den Sessions haben und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen." – Traumtänzerin Tara

Traumtänzerin Tara aus dem Studio Lux in Berlin


FRAGE VIER

jO: Küssen und Blowjob sind bei Dir tabu. Haben die Gäste Verständnis dafür oder versuchen viele, Dich umzustimmen? Immerhin sind Blowjobs bei Männern ja sehr beliebt.

Traumtänzerin Tara: Beide Tabus stoßen recht häufig auf Unverständnis und Bedauern. Glücklicherweise aber auch viel auf Anerkennung, da es zeigt, dass ich keine willenlose Sub bin, die alles mit sich machen lässt und es eigentlich nur des Geldes wegen macht. Ich möchte ja auch Spaß an den Sessions haben und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.



FRAGE FÜNF

jO: Du bietest als eine der wenigen Frauen AV passiv an. Gibt es eigentlich auch Gäste, die diesen Service nicht in Anspruch nehmen? Was reizt Männer daran?

Traumtänzerin Tara: Analverkehr wird tatsächlich selten in Anspruch genommen, da ich einen Aufpreis von 50€ nehme. Viele Männer schätzen die Intensivität im Vergleich zum normalen Geschlechtsverkehr und es hat natürlich auch immer etwas besonders Versautes und selten zu Bekommendes ;)



FRAGE SECHS

jO: Wir backen uns den Traumdom, der vom Fleck weg geheiratet wird. Welche Zutaten müsste er haben?

Traumtänzerin Tara: Ich habe ja das Konzept der Heirat noch nicht ganz verstanden. Warum nur Einer, wenn es so viele tolle Menschen gibt? Ich liebe Doms, die ganz klassisch im Anzug auftreten und wie ganz selbstverständlich mit mir als sklavin agieren. Dabei sind zu ruhig und bestimmt und dennoch Achtsam. Oder Doms, die auch viel lachen können, mich mit einem Grinsen auf den Boden drücken und amüsiert darüber sind, wie ich versuche Ihnen zu entkommen. Oder ganz sinnliche Rigger, die mich mit Ihren Seilen umarmen, mich stimulieren oder den Rigger, der mich im gefesselten Zustand durchkitzelt und ärgert.


FRAGE SIEBEN

jO: Hast du einen Tipp für Doms, wie sie die Sessions besser gestalten können?

Traumtänzerin Tara: Viele Doms machen sich vor einer Session extrem viele Gedanken und planen die gesamte Session durch. Das kann nicht funktionieren. Die besten Sessions sind die, in denen ich vorher nur die Tabus geklärt habe und wir dann ganz spontan aufeinander reagieren und sehen wo uns dir Reise hinführt.

Was ist SM für Dich?

Traumtänzerin Tara in der Natur

FRAGE ACHT

jO: Vervollständige bitte den Satz: SM ist für mich…

Traumtänzerin Tara: ...Flucht vor der Realität ;)


FRAGE NEUN

jO: Was hältst Du vom neuen Prostitutionsschutzgesetz?

Traumtänzerin Tara: Das ProstSchuG ist wieder mal ein Gesetz, was unüberlegt gemacht wurde, keinem hilft, aber viel kostet, viel Aufwand mit sich bringt und Sexarbeitende noch mehr stigmatisiert als davor schon. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, sondern rege ich mich wieder zu sehr auf.


FRAGE ZEHN

jO: Was machst du in deiner Freizeit?

Traumtänzerin Tara: In meiner Freizeit bin ich auch viel mit "perversen" Menschen unterwegs, sodass ich auch meine Arbeit im Studio schon als Freizeit bezeichnen würde. Was gibt es Schöneres als BDSM?



jO: Danke für das Interview!

Hier geht es zur Website von Traumtänzerin Tara.

Samstag, 11. August 2018

Jan Ullrich und das Escortgirl

Jan Ullrich ist ein Ex-Radprofi aus Rostock. 1997 hat er die Tour de France gewonnen. Nach einem Doping-Skandal wurde er 2006 von der Tour de France ausgeschlossen. 2012 wurde Jan Ullrich vom Internationalen Sportgerichtshof in letzter Instanz des Dopings für schuldig gesprochen. Seine Erfolge nach 2005 wurden annulliert. Ich schreibe das, damit man sich ein Bild von Ullrich machen kann. 

Jan Ullrich würgt ein Escortgirl


Zuletzt war Ullrich in den Schlagzeilen, weil sein Nachbar auf Mallorca, Til Schweiger, von Ullrichs Drogenkonsum berichtet hatte. Ullrich flog mit einem Privatjet nach Deutschland, um sich einer Therapie zu unterziehen, so hieß es. Seinen Kindern zuliebe. Von seiner Frau und den beiden Kindern ist er seit einigen Monaten getrennt. Warum, wird nun klar. Jan Ullrich soll im Frankfurter 5-Sterne-Nobelhotel Villa Kennedy ein 31jährige Escortdame so sehr gewürgt haben, dass ihr schwarz vor Augen wurde. Angeblich war er mit ihrer Leistung nicht zufrieden. Die Frau konnte sich vor dem Würger retten, alarmierte das Hotelpersonal und bat darum, die Polizei zu rufen. 

Man muss kein Escort-Experte sein, um zu wissen, dass man als Escort nur dann die Polizei einschaltet, wenn es gar nicht mehr anders geht. Denn nichts ist in diesem Business so wichtig wie Diskretion. Da ich selbst schon von einem Kunden gewürgt worden bin und mich daraufhin in einer Selbsthilfegruppe begeben musste, weil ich unter Albträumen litt, weiß ich, was die Frau jetzt durchmacht. Ich bin schockiert, dass ich in den Medien höre: Ach herrje, der arme Kerl. Man muss ihm helfen. Er wusste nicht, was er tat, er stand ja unter Drogen. 

Die Escortlady musste medizinisch versorgt werden


Die Staatsanwaltschaft scheint das ähnlich zu sehen, denn Jan Ullrich ist wieder auf freiem Fuß. Und das, obwohl er bei seiner Festnahme Widerstand geleistet hat. Und obwohl die Frau verletzt war und medizinisch versorgt werden musste. Schon erstaunlich. Ob da der Promifaktor eine Rolle spielt? Vor dem Gesetz sind doch alle gleich, oder etwa nicht?

Jedenfalls ärgert er mich, dass ehemalige Weggefährten von Ullrich sich zu Wort melden und den 44jährigen als Opfer darstellen. Der Radsportverband ist schuld. Die Umstände sind schuld. Die Drogen sind schuld. Der Alkohol ist schuld. Nur einer ist nicht schuld: nämlich Jan Ullrich. 

Von der verletzten Frau ist keine Rede. Die hat wohl einfach Pech gehabt. 

Es ist wirklich schlimm, dass es unter den Reichen Menschen gibt, die glauben, unantastbar zu sein. Ich hoffe, dass der Fall aufgeklärt wird und – sollte denn wirklich alles so gewesen sein – der Ex-Radstar seine gerechte Strafe bekommt. Es kann doch nicht sein, dass man Frauen würgen darf ohne dafür bestraft zu werden. Oder sehe ich da was falsch?

Samstag, 4. August 2018

Geschichte der jO 9: Fieses Finale

Geschichte der jO: Fieses Finale
Der letzte Teil von Geschichte der jO ist nun endlich erschienen. Sorry, dass es so lange gedauert hat, es war emotional und psychisch nicht so ganz einfach. Aber nun ist es ja geschafft. Ich bin sehr froh, mit Teil 9 die Geschichte der jO nun abschließen zu können.

Inhaltsangabe auf amazon:
"jO geht in die Falle. In der letzten, ultimativen Abschiedssession als O und Sklavin erlebt jO eine Überraschung. Sie erfährt den eigentlichen Grund für das Treffen mit Lady Inka, Lady Svenja und Herrin Alex und muss feststellen, dass sie in eine Falle geraten ist, aus der sie sich unmöglich befreien kann. Hilflos muss sie miterleben, wie alte Rechnungen beglichen und unangenehme neue Tatsachen geschaffen werden. Ein fieses Finale nimmt seinen Lauf – und es gibt nichts, was jO dagegen tun könnte. Ist das wirklich das Ende der Geschichte der jO? 
Vorsicht: BDSM Geschichte mit eindeutigen Sadomaso Sessions."


Hier geht es zur kostenlosen Leseprobe und zum eBook.


Hier geht es zur gedruckten Version.


Freitag, 29. Juni 2018

Hanna Lakomy, das öffentlichste Escortgirl Deutschlands

Hanna Lakomy ist mir aufgefallen. Die Dame gibt nämlich munter Interviews in Zeitungen wie DIE ZEIT oder schreibt gleich selbst Artikel in DER WELT. Inhalt: ihre Tätigkeit als Escortgirl und ihre grundsätzliche Sicht auf das Thema. 


Das Gegenteil von Diskretion

Diese Offenheit ist ungewöhnlich. Schließlich gibt es in dieser Branche nichts Wichtigeres als Diskretion. Welcher Mann möchte schon mit einem bekannten Escortmädchen gesehen werden? Doch offenbar sieht Hanna Lakomy das etwas anders. 

Hanna Lakomys Bekanntheit verdankt sie zusätzlich dem Umstand, dass sie die Tochter eines Promis ist. Ihr Vater war ein Liedermacher, der in Ostdeutschen Kreisen wohl sehr populär und berühmt war. Entsprechend werden in den Medien nun immer Familienfotos mit dem bekannten Vater abgedruckt. 



Ein Skandal, der keiner ist

Interessant an der Sache ist, dass Hanna Lakomy in ihrer Escorttätigkeit alles sieht, nur keinen Skandal. Für sie ist der Beruf Hure eine Tätigkeit, die man nicht schamhaft verschweigen muss. Das ist mutig und irgendwie bewundernswert, aber leider auch unrealistisch. 

Ebenso unrealistisch erscheint mir ihre Darstellung der Escortbranche. Folgt man Hanna Lakomy, dann ist Prostitution im Luxussegment ein einziges Vergnügen. Sogar Frauen sind angeblich heiß auf Lakomys Reize, buchen sie regelmäßig und vernaschen sie schon mal zu zweit. Dabei handelt es sich angeblich um belesene, kultivierte Damen aus der Medienbranche. Es wird hart gevögelt und über intellektuelle Themen diskutiert. Männer zahlen tausende von Euros für ihre Dienste und überhaupt sich alle Damen in ihrer Agentur keine profanen Huren, sondern "Kurtisanen", die einem Lifestyle folgen: 



„Wir sind weniger eine klassische Agentur, als vielmehr ein exklusiver Club emanzipierter junger Frauen, die frei und selbstbestimmt ihr Dasein als moderne Kurtisanen genießen“ – Hanna Lakomy

Die schöne neue Welt der Kurtisanen

Wer will da noch einem bürgerlichen Beruf nachgehen, wenn man auch eine moderne Kurtisane sein kann? Schade nur, dass ich aus eigener Erfahrung sagen muss, dass ich diese Darstellungen überhaupt nicht bestätigen kann. Ich halte das alles – ehrlich gesagt – für ausgedacht. Mit meinen Erfahrungen jedenfalls hat es kaum etwas zu tun. Es kann schon (theoretisch) sein, dass Hanna Lakomy (als einzige) so lebt. Aber die Realität für 99% der Escorts sieht leider ganz anders aus. Sorry.

Hier geht es zum WELT Artikel von Hanna Lakomy.